Neben den laufenden Arbeiten arbeite ich immer wieder an ein paar Langzeitprojekten. Wichtigstes Langzeitwerk ist sicherlich Orolopeia. Daneben arbeite ich aber periodisch auch an: 1. Cygnopeia (mechanisches, futuristisches in natürlicher Umgebung), 2. Timewall (Zeitprobleme), 3. Oscar Reichlin (Personenbezogene Unrealität-Realität), 4. Geschichtsstunde (Dinge aus der Historie der Menschheit), 5. Malerei, Literatur, Musik und Kunst (Meine Interpretationen), 6. Schwyz arbeitet (Berufe im Kanton Schwyz), 7. Strange Days (weird stuff), 8. Neue Roboterwelten (Nomen est omen)

Bereits abgeschlossen: Schwyzer Odyssee (2018/2019)

Timewall

Was macht die Zeit mit uns? Gibt es sie überhaupt?

Fabelwesen

Ein jeder Erdteil, ein jedes Land und jede Region haben ihre eigenen Fabelwesen. Meine Interpretionen davon kommen in dieser Serie unter (Bild: das Nasobem).

Oscar Reichlin

Verrückt, was dem guten alten Oscar Reichlin alles so passiert.

Tannhäuser Tor

Angelehnt an die "Tears-in-the-rain"-Rede des sterbenden Replikanten (Blade Runner, 1982) komme ich immer wieder auf das Motiv des Tannhäuser Tors zurück. Mittlerweile ist schon die vierte Version dazu als gemaltes Bild zur Welt gekommen.

Toteninsel (nach Arnold Böcklin)

Ausgehend von Arnold Böcklins berühmter Toteninsel (5 Fassungen in versch. Museen, ein weiteres vermutl. verbrannt) baue ich alle Jahre mal wieder eine eigene Toteninsel zusammen. Mittlerweile ist dies hier schon die dritte Version - hier als massiver, verwaschener Betonblock in einer Gewitternacht in stürmischer See.

Malerei, Literatur und Musik

Werke mit einem direkten Bezug zu einem bestimmten Maler (Bild: Hommage an H. R. Giger/Katarakt 1977), zu einem Song oder zu einem literarischen Werk.

Historische Sagen und Geschichtliches (Geschichtsstunde)

Zumeist vor der realistischen, echten Kulisse (im Bild: der legendäre Ossian vor seiner Cave im Glen Coe, Schottland).

Schwyz arbeitet

Berufe im Kanton Schwyz im Porträt.

Strange Days

Ist die Welt nicht seltsam?

Galaxy

Airbrush-Phantasiearbeiten im Bereich des Weltraums, der Planeten, Nebel und Galaxien.

Urban landscapes

Urbane Landschaften, verbunden mit der Natur? Oder doch nur seelenlose Orte, die die Natur sich langsam zurückerobert?

Helvetia

Typische Schweizer Motive, wie bsp. das des Abfahrers beim Abfahrtsrennen an einem Schweizer Samstagmittag (Acryl auf Leinwand, 120 x 150 cm)

Cygnopeia/Neue Roboterwelten

Unterrubrik von Cygnopeia, ausschliesslich den Maschinen und ihrem Eigenleben gewidmet.

Schwyzer Odyssee/6. Kirke/Etzel

Acryl auf Leinwand, 95 x 110 cm, W. 1579

Mit dem Bild Kirke/Etzel habe ich nun 8 von 14 geplanten Bilder im Zyklus Schwyz/Odyssee/Ulysses geschafft. Diese Bild spielt auf der Teufelsbrücke am Etzel (nähe Einsiedeln). Wir sehen die Brücke. Rechts ist Paracelsus, der berühmte Arzt wurde in dem Haus jenseits der Brücke (in der Bildmitte) geboren. Dominant ist aber Kirke, die ja der Odysseussaga nach die Männer von Odysseus in Schweine verwandelt hat (auf der Brücke zu sehen). Sie ist umgeben aus weiteren Figuren aus der Homerschen Saga bzw aus dem Buch Ulysses.


Schwyzer Odyssee / 7. Hades / Hölloch

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1521

Mein viertes Bild im Schwyzer Odyssee-Projekt. Dieses Bild nimmt Bezug auf Odysseus Besuch im Hades, er trifft unter anderem den blinden Seher Theiresias (oben mit seinen beiden Schlangen), der Zerberus ist rechts in der Felswand zu sehen. 4 Flüsse sind insgesamt auf dem Bild, weil man eben auch 4 Flüsse überqueren musste, um in den Hades zu kommen - das Hölloch im Muotathal ist dazu genau richtig. Dazu sind einige Details aus dem Ulysses (Joyce) enthalten, unter anderem der Spruch "Media vita in morte sumus" (Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen), darauf sitzt eine Harpye. 13 Gäste waren auf dem Friedhof bei der Beerdigung, darum hat es 13 Särge in der Wand.


Schwyzer Odyssee/9. Skylla und Charybdis/Axen

Acryl auf Leinwand, 120 x 150 cm, W. 1566

Das Skylla und Charybdis-Bild soll das Hauptbild im Zyklus „Schwyzer Odysee“ werden. Auch von seiner Grösse her ist es aussergewöhnlich, mit 120 x 150 cm ist es das grösste Bild, das ich bisher je gemalt habe. Es ist wie immer eine Verbindung aus Odysseussaga (Homer), Ulysses (Joyce) und dem Kantonsgebiet des Kantons Schwyz, hier im Bild die alte Strasse von Flüelen nach Brunnen. Im See das Charybdismonster, daneben das Schiff intakt (erste Durchfahrt), das Schiff zerbrochen (Schiffbruch nach dem Helioskapitel) und Odysseus zurücktreibend auf dem Mast. Pallas Athena, die Schutzgöttin Odysseus schwebt herab. Auf der Strasse viele Figuren aus den Shakespearestücken: Puck, Hamlet, die drei Hexen, Falstaff, Richard III usw.


Schwyzer Odyssee / 5. Laistrygonen / Morgarten

Acryl auf Leinand, 100 x 120 cm, W. 1621

Elftes Bild im Schwyzer Odyssee-Zyklus, einer Kombination aus Odysseussaga (Homer), Ulysses (James Joyce) und dem Kanton Schwyz. Hier im Bild das Kapitel Laistrygonen. Bei Homer sind es Menschenfresser, die die Bootscrew von Odysseus angreifen mit Steinen etc. Bei Joyce ist das Laistrygonenkapitel einem Wirtshausbesuch gewidmet, der Verdauung, dem Schmatzen und Fressen. Und bei mir spielt das ganze im Morgartenumland zur Zeit der Morgartenschlacht. Links die Eidgenossen mit ihrer Letzi-Verteidigungsmauer, rechts die Ritter-Habsburger.


Schwyzer Odyssee/2. Lotophagen, Pfäffikon

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1544

Mein fünftes Bild im Schwyzer Odyssee-Zyklus, bei dem es um eine Verbindung aus dem Kanton Schwyz, der Odysseus-Saga und dem Ulysses von James Joyce geht. Das Bild steht in meinem Zyklus an 2. Stelle und ist dem Lotophagenkapitel in der Odyssee gewidmet: Landung bei den Lotophagen, aufgrund berauschender Aktivititäten/Getränke/Speisen etc. Will die Besatzung des Schiffes nicht mehr weg. Ein Teil dieser Aktivitäten sind im Bild enthalten, so unter anderem die Rutschbahnen (Alpamare), die berauschenden Getränke und den Casinobetrieb (bsp. Spieltisch, Würfel, Roulette etc). Die Leadfarbe ist violett.


Schwyzer Odyssee/8. Sirenen/ Brauchtum-Fasnacht Schwyz

Acryl auf Leinwand, 100 x 120 cm, W. 1647

Dies ist eines der letzten Bilder des Schwyzer Odyssee-Zyklus. Es zeigt Odysseus (oder Bloom), wie er am Mast seines Schiffes angebunden ist, um den Sirenen zu lauschen. Sie durchdringen seine Ohren. Um ihn herum sind die schönen, aber gefährlichen Sirenen zu sehen, die den Seefahrer in die Tiefe zu ziehen vermögen mit ihrem Gesang. Um sie herum sind eine Reihe von Fasnachtsfiguren aus der Schwyzer Fasnacht 2018/2019 gruppiert, ergänzt durch Elemente aus dem Ulysses. Einzig ein Kind kann den Sirenen wiederstehen, es trägt starke Ohrschützer und ist deshalb farblich abgehoben.


Schwyzer Odyssee / 1. Ismaros/Tuggen

Acryl auf Leinwand, 80 x 110 cm, W. 1484

Das ist das zweite Bild in meiner Schwyzer Odyssee-Reihe (total 14 Bilder geplant), einer Kombination aus verschiedenen Orten im Kanton Schwyz, der Odysseussaga (Homer) und dem Ulysses (James Joyce). Was sehen wir: es ist der Blick vom Buchberg in Tuggen auf Tuggen und die dahinterliegenden Wägitalberge. Der See dazwischen ist der legendäre Tuggenersee, ein See, der um das 16. Jahrhundert wieder verschwand (verlandet). Wir sehen die Ankunft eines Schiffs (Odysseus und seine Männer im 9. Odyssee-Kapitel/Ismaros). Die Ruderboote legen an einem massiven Tower an – dem Martellotower (Ulysses). Davor brennt die Stadt Ismaros (Tuggen). Am Hügelrand dann die Tuggener Kapelle – sie ist vom Buchberg aus eigentlich nicht zu sehen, aber sie ist ein schönes Wahrzeichen für Tuggen. Die ganze linke Bildhälfte beschäftigt sich mit der Plünderung von Ismaros durch die Odysseus-Gefährten. Unter dem Baum seine Gefolgsjünger (angelehnt an das Abendmahl von Leonardo da Vinci). Rechts davon eine Darstellung aus der Schwyzer Geschichte: die Geschehnisse auf der Greifenseer Bluetmatt. Der Rest der linken Bildhälfte beschäftigt sich mit der Plünderung von Ismaros, zum Teil auch Anleihen an das erste Telemachos-Kapitel aus dem Ulysses. Im Vordergrund die vermeintliche Hauptfigur: Odysseus bei der Plünderung. Es könnte auch eine Kombination aus Haines/Mulligan sein (Ulysses). Auf Odysseus deuten seine Beine hin: eines ist verwurzelt mit der Heimat (Ithaka), das andere ist ein Rad, es will fort, in die Ferne schweifen. In der rechten Bildhälfte dann ein Tuggener Weinberg mit der Hauptfigur, dem 16-jährigen Telemachos, dem Sohn Odysseus. Er bekommt vom Treiben der Odysseustruppe nichts mit, denn er ist durch Zeit und Raum getrennt. Genau im Trennschnitt auf der Holzstange sitzt die Eule, die Verkörperung von Pallas Athene, der Schutzgöttin Odysseus.

.

Schwyzer Odyssee/3. Kyklop/Wägital

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm , W. 1555

Ein weiteres Bild aus dem Schwyzer Odyssee-Zyklus, langsam habe ich die Hälfte der 14 geplanten Bilder geschafft. Auch in diesem Bild geht es um eine Kombination aus Odyssee (Homer), Ulysses (Joyce) und dem Kantonsgebiet von Schwyz. Dieses Mal hat es das Wägital getroffen, wir sehen die Berge und den Stausee. Im Stausee ist ein versunkenes Dorf, es ist das Dorf, das versinken musste, damit die Staumauer gebaut werden konnte. Im Vordergrund Teile aus dem Kapitel Zyklop aus dem Ulysses, im Zentrum schliesslich die Höhle des Zyklops (oder Kyklops), der gerade ein Schläfchen hält. Odysseus uns seine Crew spitzen einen Pfahl an, um den Riesen mit dem einen Augen zu blenden. Dazu hat es Schafe, unter sie wird sich der Herr Niemand (eben Odysseus) später binden.


Schwyzer Odyssee, 10. Helios, Unteriberg

Acryl auf Leinwand, 65 x 95 cm, W. 1481

Der Bilderzyklus „Schwyer Odyssee“ soll 14 Bilder umfassen, so ist es jedenfalls geplant. Es ist die Odysseussaga, gepaart mit dem Buch Ulysses (von James Joyce) und verschiedenen Kantonsteilen im Kanton Schwyz. Anstatt in Dublin findet meine Odyssee also im Kanton Schwyz statt. Das Helioskapitel bei Odysseus ist das Kapitel, in dem die Männer von Odysseus die Rinder von Helios stehlen, was bei Helios gar nicht gut ankommt. Aus dem Ulysses finden sich viele Teile im unteren Teil des Bildes, so zum Beispiel der ganze Geburtszyklus (rechts), der Veitstanz, der Korb mit Brot und Fischen usw. Als verbindendes Element ist hier Ital Reding im Alter mit Enkelin an der Hand im Bild, die Flaggschifffarbe ist Braun. Das Hauptmotiv stammt übrigens von der Viehausstellung im September 2018 in Unteriberg.


Schwyzer Odyssee/11. Schiffbruch/Bergsturz Goldau

Acryl auf Leinwand, 80 x 110 cm , W. 1497

Drittes Bild in der Schwyzer Odyssee-Reihe, einer Kombination aus Odyssee (Homer), Ulysses (Joyce) und dem Kanton Schwyz. Hier ist das Kapitel 12 dargestellt – der Schiffbruch des Odysseus, er überlebte ihn als einziger. Auf dem See sehen wir sein Schiff. Es ist zudem der Lauerzersee und das Datum ist der 2. September 1806, 5 Uhr Nachmittags – der grosse Bergsturz von Goldau ist in vollem Gang. Goldau in der Bildmitte wird gleich verschüttet. Ein Teil der Felsen/Murmasse hat schon den Lauerzersee erreicht und löst die Flutwelle aus, die Lauerz und Seewen überschwemmen wird.


Schwyzer Odyssee 12. Kalypso Gersau

Acryl auf Leinwand, 80 x 110 cm, W. 1606

Langsam nimmt das ganze Projekt Gestalt an: das ist nun das 10 im 14-teiligen Zyklus, einer Kombination aus Odyssee, Ulysses und dem Kantonsgebiet des Kantons Schwyz. In diesem Bild geht es um Gersau und ums Kalypso-Kapitel. Wir sehen Gersau am See (westlicher Teil), in der Mitte ist eine künstliche Insel auf der das Rathaus von Gersau steht. Im Rathaus ist eine Spinnerei untergebracht. Links sitzt Odysseus, rechts Kalypso. Von oben kommt auf Zeus Befehl (der göttliche Blitz) der Götterbote Hermes herabgeeilt usw. usw.


Schwyzer Odyssee 13. Phaiaken Küssnacht

Acryl auf Leinwand, 70 x 90 cm, W. 1637

Das ist nun das zweitletzte (also Nummer 13) meines Schwyzer-Odyssee-Zyklus, dem Phaiaken-Kapitel im Buch Odysseus/Ulysses gewidmet. Für die Phaikakenstadt habe ich mich für Küssnacht entschieden (im Hintergrund mit Rigifuss). Dazu im Vordergrund die Astrid-Kapelle, also die Stelle. Die eckige, junge Dame, die ihren Rock lüftet ist natürlich Gerty McDowell (Ulysses), nach einer Joyce-Interpretation der klassischen Nausikaa. Ihr Verehrer steht als Lampenanzünder vor ihr (Odysseus, im Ulysses ist es Bloom). Die weiteren Figuren (beispielsweise der kopflose Reiter aus Sleepy Hollow) sind aus dem Ulysses angesiedelt.


Schwyzer Odyssee/4. Aeolus/ Brunnen

Acryl auf Leinwand, 50 x 120 cm, W. 1589

Ein weiteres Bild im 14-teiligen Bildzyklus "Schwyzer Odyssee". Aeolus war in der Odysseussaga (Homer) der Beherrscher der Winde, vermutlich war damit Malta gemeint. Im Kanton Schwyz dürfte einer der windreichsten Orte Brunnen am Vierwaldstättersee sein, daher habe ich diesen Ort für das Aeolus-Kapitel gewählt. Wir sehen links eine Art riesige Harfe/Windhorn, das den Wind bündelt und ihn über den See schickt. Rechts Brunnen mit dem grossen Hotel, das ich allerdings nur angedeutet habe. Zuerst wollte ich das Hotel in den Details malen, aber das hätte zuviel Beachtung bekommen und wäre ein Hotelbild geworden. Auf dem Hafenquai sind Details aus dem Aeolus-Kapitel in James Joyce Ulysses versammelt.


Schwyzer Odyssee/14. Ithaka/Schwyz

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1628

Langsam nähere ich mich mit grossen Projekt „Schwyzer Odyssee“ dem Ende, das ist das 14. Bild, das die Rückkehr des Odysseus nach Ithaka zeigt. Anstelle von Ithaka oder dem Hause Blooms in Dublin habe ich Schwyz genommen, genauer gesagt das alte Ital Reding-Haus in der Mitte von Schwyz. Im Hintergrund die beiden Mythen im letzten warmen Abendlicht. Odysseus zeigt Penelope auf einem Globus die Stationen der Reise (Kantonsgebiet SZ), im Hintergrund weitere Details aus den zwei Büchern.


föfö's Arbeiten 2019-2020

Dieses ist mein bisher drittes Buch zu meinen Arbeiten. Zuvor erschienen schon "Schwyzer Odyssee" und föfö's Anfangsjahre (2012-2018). Das dritte Buch hat 100 Seiten Umfang und wurde in 25 Exemplaren gedruckt. 


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020


föfö's Arbeiten 2019-2020



Urban landscapes 1

Acryl auf Leinwand, 40 x 60 cm, W. 1897/2020

Neue Serie mit urbanen Landschaften....zumindestens interpretiere ich sie so: feindseliger Beton, in dem das Leben erstickt...oder genau andersrum: Beton wird vom Leben aufgesogen und zerstört. Hier die erste Version eines einsamen Hauses, das inmitten der Wolkenkratzer verlorengeht.


Urban landscapes 1

Acryl auf Leinwand, 40 x 60 cm, W. 1897/2020

Neue Serie mit urbanen Landschaften....zumindestens interpretiere ich sie so: feindseliger Beton, in dem das Leben erstickt...oder genau andersrum: Beton wird vom Leben aufgesogen und zerstört. Hier die erste Version eines einsamen Hauses, das inmitten der Wolkenkratzer verlorengeht.


Urban landscapes 1

Acryl auf Leinwand, 40 x 60 cm, W. 1897/2020

Neue Serie mit urbanen Landschaften....zumindestens interpretiere ich sie so: feindseliger Beton, in dem das Leben erstickt...oder genau andersrum: Beton wird vom Leben aufgesogen und zerstört. Hier die erste Version eines einsamen Hauses, das inmitten der Wolkenkratzer verlorengeht.


Urban landscapes 9

Airbrush und Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm, W. 1960


Die neunte Version meiner urbanen Stadtvisionen, hier eine utopische Stadt in der Nacht, im Hintergrund Schweinwerfer, die die Nacht erhellen, von oben herab sticht ein Jet oder Nahverkehrsflugzeug. Deutlich inspiriert von den Blade Runnerfilmen, das gebe ich gerne zu. Auf dem Computer bekommen die Photoshoppler das natürlich in Nullkommanix ähnlich und viel besser hin....aber mit dem Pinsel ist das nicht so einfach und es dauert...


Urban landscapes 6

Airbrush und Acryl auf Leinwand, 65 x 85 cm, W. 1940


Auch dieses Bild artete in viel Arbeit aus, was daran lag, dass hier viele Ebenen aufeinandertreffen. Zuerst airbrushte ich den Background mit dem Himmel. Dann malte ich den riesigen, abgestorbenen Baum, der einem Baum in Kalifornien nachempfunden ist. Doch dann hatte ich das Problem, dass der Baum ja weit in der Entfernung liegt und dementsprechend durch die Atmosphäre und die Luft der Stadt nur getrübt angesehen werden kann. Also retour zur Airbrushpistole und nocheinmal ein paar Schichten blauweiss über den Baum gespritzt. Jetzt erst konnte die Stadt im Vordergrund gemalt werden, nach einer Fotovorlage aus Chelsea, New York. Und die Aussage? Nun, aus der Natur kommen wir...oder die Natur ist immer noch grösser als die Stadt...oder die Umweltverschmutzung der Stadt hat den alten Baum gekillt oder der Ausgang aus der anonymen Stadt besteht in der Rückkehr in die Natur oder so...


Urban landscapes 5

Airbrush und Acryl auf Leinwand, 40 x 70 cm, W. 1926/2020


Fünfte Interpretation zu den Urban landscapes-Reihe. Im Prinzip sollte sich die Reihe an städtische Landschaften anlehnen...doch hier schwinge ich kurz aus und zeige die Stadt nur am Rande. Wer genau hinschaut, entdeckt die (futuristische) Stadt am Horizont. Sie versinkt zudem in einer bräunlich-gelben Dunstglocke. Dem Betrachter viel näher ist hier der Urwald und ein Felskopf, der von rechts bestiegen werden kann. Auf ihm tummeln sich einige Menschen, die die Stadt in der Ferne betrachten. Für den Felsen Pate stand übrigens der Chimney Rock State Park in den USA.


Urban landscapes 4

Acryl und Airbrush auf Leinwand, 60 x 80 cm, W. 1918/2020


Kein einfaches Bild, auch wenn es nicht so kompliziert scheint...vor allem die Farbabstimmung erschien mir schwierig. Ziel war es, die Stadtlandschaft kalt und kühl erscheinen zu lassen, in der Nähe aber eine anonyme Treppenlandschaft zu schaffen, die in ein eher romantisches oder pseudoromantisches Licht getaucht ist...eine Art Hoffnung, die sich nicht bewahrheitet. Ganz ist mir das nicht gelungen, aber ich kanns sicher noch besser machen in der Zukunft. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob das Ganze in Öl nicht einfacher wäre, dies vor allem wegen der Farbübergänge, die sanft geschehen müssen, wofür Öl die bessere Wahl ist. Aber harte Kanten sind wiederum einfacher mit Acryl und Airbrush, vor allem aber können Fehler (und es passierten hier einige) mit Acryl besser kaschiert bzw ausgebessert werden als in Öl.


Urban landscapes 3


Acryl und Airbrush auf Leinwand, 60 x 80 cm, W. 1903/2020


Dritter Teil meiner urban landscapes-Serie. Dieses Mal habe ich das Geschehen in die Tropen gezogen, mit einer Hügel oder Berg-Landschaft, die von der grünen „Hölle“ oder zahlreichen Pflanzen überwuchert ist, im Vordergrund schliesslich ein See oder ein Fluss. In dieser Landschaft schliesslich steht zentral ein gewaltiger Betonturm mit Lüftungs- oder Sichtschlitzen. Vielleicht ein ehemaliges Verwaltungsgebäude, vielleicht der Rest eines Wohngebäudes. Dort lebt allerdings schon lange niemand mehr, in den Jahrzehnten zuvor wurde es aufgegeben, nun überwuchert der Dschungel langsam wieder den Beton.


Urban landscapes 2

Tusche und Schellack und Aquarell auf Papier, 36 x 48 cm, W. 1901/2020


Das zweite Sujet in der urban landscapes-Reihe zeigt eine Art riesiges, längliches Gebäude mit dunklen Fensteröffnungen, das sich bis in die Ferne an den Wasserhorizont zieht. Es steht offenbar in dunklem Meerwasser und bildet in seiner orangen Farbe einen starken Kontrast zu dem Wasser der See.


Cygnopeia/Automatic Castle

Tusche und Aquarell auf Papier, 30 x 40 cm

Als Ausgangssujet diente mir das kleine Schloss am Silvaplanersee im Engadin.


Cygnopeia/Witwenwasserenzug

Acryl auf Leinwand, 30 x 60 cm, W. 2280 / 2021


Das Bild ist nach dem Witwenwasserental bei Realp benannt. Vielleicht wohnte vor langer Zeit in dem Tal eine Witwe...anders kann ich mir den Talname „Witwenwasserental“ nicht erklären. Der Blick geht vom Furkapass (Urnerseite) hinüber zum Witwenwasserental in Richtung Tessin.


Cygnopeia/Bergtor bei Urke, Norwegen

Tusche und Aquarell auf Papier, 30 x 40 cm


Cygnopeia/Pneumatische Trauminsel

Acryl auf Ölmalpapier. Dank des pneumatischen Antriebs kann die Insel samt Strand und Palmen auch bei einer weltweiten Klimaerwärmung und einem Anstieg des Meeresspiegels in die Höhe manövriert werden.


Cygnopeia/Porschelandschaft

Tusche und Aquarell auf Papier, 30 x 40 cm.
Am Hardknott Pass im Lake District (GB) fotografierte ich das vorliegende Sujet, das ich dann mittels eines alten, luftgekühlten Porschemotors veränderte.


Cygnopeia/Die Geburt des Strahlhorns

Tusche und Aquarell auf Papier, 30 x 40 cm. Wie wurden die Berge erschaffen. Dieses Bild erklärt es.


Cygnopeia/Fels mit Turbinenantrieb

Öl auf übermalter Leinwand, 40 x 40 cm, W. 1052

Dieses Bild hat mich fast drei Monate beschäftigt, was vielerlei Gründe hatte. Zum einen ist es eine übermalte Leinwand. Ich musste mehrere Schichten dicker Acrylfarbe aufwenden, um das darunterliegende gut und blickdicht zu versiegeln. Zum anderen funktionierte zwar die Idee (eine Maschine auf einer Felsoberfläche in einer Art Symbiose), doch nicht vom Motiv her.

Zuerst hatte ich als Hauptmotiv eine Felswand am Simplon gewählt. Doch wie es sich zeigte, passte die Maschine da nicht richtig hinein, es gab starke Probleme im Bereich der Perspektive, vor allem weil das Ganze auf einer starken Teleobjektivaufnahme basierte...man verstand einfach das Bild nicht.

Danach habe ich alles nocheinmal übermalt und ein zweites Foto von der Göscheneralp zu Rate gezogen. Es ist zwar auch eine Teleobjektivaufnahme, aber weniger stark in der Vergrösserung, vor allem aber war es eine Aufnahme auf der gleichen Sehebene, was der Einbau des Hispano Suiza Nene 102-Turbinenantriebs in die Felswand erleichterte. Nun, es ist nicht genau dieser Antrieb, aber eine Abart davon. Zusammen führen diese zwei Dinge eine symbiotische Beziehung, die Felswand versorgt die Maschine mit....ach, ich weiss auch nicht....


Cygnopeia/Helikopterkuh

Tusche und Aquarell auf Papier, 30 x 40 cm. Praktisch für den Landwirt: die Kuh kann sich mittels des Rotors selbst auf die Alp begeben und dort das Gras abweiden. Am Abend fliegt sie wieder ins Tal und begibt sich selbstständig in den Stall.


Der grosse Determinator

Acryl auf Leinwand. Gewaltiges Kanonenrohr im Berg. Abwehr der Schweiz gegen äussere Feinde. Problematisch wird das Richten des Rohrs, da fix mit dem Berg verwachsen. Hoffen wir, dass der Feind der gleiche bleibt, sonst muss der Berg umplatziert werden.

Hydrogenverteiler

Acryl auf Acrylmalpapier, 42 x 56 cm, W. 1203

Der grosse Hydrogenverteiler auf diesem Berg ist ideal positioniert - er kann ansaugen und gleichzeitig wieder ausstossen...hoppla... hier merke ich, dass ich ja eigentlich noch Träger und Masten einbauen wollte, um die Rohre besser verlegen zu können...das ging wohl vergessen. Landschaft: am Hongrin-See im Kt. Freiburg.

Cygnopeia/Grosser Tell

Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm

Das Landschaftsbild stammt vom Albulapass. Grosser Tell nenne ich es...und zwar auf folgendem Grund. Ums Jahre 1200 lebte in der Innerschweiz, einer Sage nach, der Bürger Tell, der durch seinen Apfelschuss berühmt wurde und anschliessend mit seinem Gesslerschuss den Tyrannen aus dem Land gejagt hat. Nun habe ich mich gefragt: der Tell war ja eine Einzelperson. Wenn nun die Schweizer Bevölkerung, oder der Staat selbst eine Art Tellfigur abgeben würden, welche Waffe würden sie dann verwenden? Natürlich moderne wie Jagdflieger etc. Doch wenn die Waffe des Tell (eine Armbrust) sich nie geändert hätte...man aber die Möglichkeit hätte, die Waffe in viel grösserem Massstab herzustellen, wie sähe die heute dann aus? Nun, in etwa so...eine übergrosse Armbrust oder ein übergrosses Katapult.

Logisch ist das Ganze etwas ironisch gemeint, aber ich finde solche Gedankenexperimente einfach herrlich, ergo male ich sie auch gerne...


Cygnopeia/Eigerwalk

Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm

Das Ursprungsmotiv stammt vom Firstwalk (Bergstation First, Grindelwald, Berner Oberland). Ich fragte mich dann, wie es ausschauen würde, wenn man die Fussgängerbrücke extrem verlängern  würde, nämlich übers ganze Tal hinweg zum Eiger rüber. Das Problem dabei ist natürlich, dass die Brücke irgendwie verankert werden muss, es gibt keine freistehenden Materialien, die eine solche Überbrückung erlauben würden. Also habe ich gewaltige Stelzenbeine eingebaut, die zum Teil über 2 km lang wären - was natürlich Unsinn ist, sie wären derart windanfällig, dass die ganze Konstruktion beim ersten Windstoss zusammenbrechen würde. Ganz abgesehen davon, dass die Grindelwaldner wohl auch keine Freude an so einer Konstruktion hätten. Aber eben, das Ziel war zu zeigen, wohin es führen könnte...

Cygnopeia/

Cygnopeia/Himmelswurzel am Kemmeriboden im Schangau BE

Acryl auf Leinwand, 75 x 80 cm, W. 1454

Am Kemmeriboden im bernischen Schangau fotografierte ich diese Felsgruppe und überlegte mir, was ich damit machen könnte. Das Berglein schien wie geschaffen für die gewaltige Himmelswurzel, die da von dem Berg Besitz ergreift und das Gestein aufsprengt.


 Cygnopeia/Geistige Ergüsse oder die Gehirndrehmaschine auf der Engstlenalp (BE)

Das Ursprungsmotiv stammt von einer Alp unterhalb der eigentlichen Engstlenalp im Kanton Bern - die Zufahrtsstrasse habe ich weggelassen. Die Maschine ist eine Eisproduktionsmaschine, die ich vor über 10 Jahren in Südfrankreich (Provence) mal fotografiert habe...und das Gehirn ist eben das Gehirn. 


Cygnopeia/Die Chinesen klauen unser Matterhorn!

Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1147

Das grossformatige Bild habe ich im August 2017 begonnen. Dann habe ich es im Keller vergessen...und nie die zweite Schicht angebracht. Im Frühling 2018 habe ich es wiederentdeckt und bemerkt, dass sich aufgrund Malfehler (zuviel magere auf fette Farbe) leichte Spannungsrisse im Himmel gebildet hatten. Also alles nochmals übermalt...aber vollkommen habe ich die Risse nicht mehr weggebracht. Also habe ich es jetzt schnell vollendet.
Was der Grundgedanke dahinter ist? Schwer zu sagen: Der Tourismus in machen Regionen nimmt meiner Meinung nach viel zu rasant zu...es geht nicht mehr um Erlebnisse und Bildung durch Reisen, sondern eher darum, eine imaginäre Liste im Kopf (da muss ich hin, bevor es weg ist!) abzuhacken....gleichzeitig geht es in dem Bild auch um Relativität: das Matterhorn war schon vor ein paar Millionen Jahre da...und wird es wohl auch in ein paar Millionen Jahren noch sein.

Cygnopeia/Der Zentralsprutz

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1415

Ich habe dieses Bild extra für einen Wettbewerb geschaffen.

Ausgangspunkt für den Zentralsprutz ist die politische Diskussion, ob die Schweiz neue Kampfflugzeuge braucht, um den Schweizer Luftraum zu verteidigen oder nicht. An der Urne schoss die Schweizer Bevölkerung 2014 den Gripen ab, wie die nächste Abstimmung ausgeht, steht in den Sternen. Ich habe darüber nachgedacht und finde die ganze Diskussion unlogisch... oder anders: muss demnächst das Volk über die Beschaffung eines jeden Funkgerätes in der Armee abstimmen? Wir haben doch gerade die Politiker gewählt, damit diese dann die Personen wählen, die wiederum das Material beschaffen. Wenn es also zu Fehlern im Beschaffungswesen kommt oder schon gekommen ist - müssten wir dann nicht eher andere Politiker wählen anstatt uns in eine Materie einzumischen, die sowieso viel zu komplex für den Allgemeinbürger ist? Wie auch immer: ich finde die Situation grotesk, die Demokratie wird so ins Absurde geführt.

Daher meine absurde Reaktion, denn auf Absurde reagiere ich mit Absurdem: Warum neue Kampfflugzeuge kaufen, wenn wir eine gigantische Wasserkanone bauen könnten? Ich schlage daher vor, die prognostizierten Kosten von 8 Milliarden CHF (soviel sollen die 22 neuen Militärjets kosten), in die Erstellung dieser Wasserkanone zu stecken. Wir befinden uns hier am Vierwaldstättersee, am unteren Bildrand ist Brunnen zu erkennen. Oben, hinter den letzten Hügelausläufern, befindet sich Luzern.
Mit Hilfe einiger Firmen bzw Institutionen könnte also die Technik geschaffen werden, um diese gigantische Kanone, respektive die grossen Pumpen zu schaffen. Ich denke da an Burkhardt Compression, ABB, Oerlikon, Sulzer, die Ruag, die ETH oder auch die CKW. Das Wasser des Vierwaldstättersees würde angesaugt, turbiniert und via einer Art Wasserturbolader aufgeladen. Bis das Wasser unter einem Druck von circa 2500 bar stünde. Dringt nun ein gegnerischer Jet in den Schweizer Luftraum ein, wird er per Radar geortet und in Sekundenbruchteilen richtet sich die grosse Kanone (der Ringrand ist mit einem Schienenstrang ausgestattet) auf den Eindringling aus. Dann wird der Schieber geöffnet und das Wasser schiesst mit mehrfacher Überschallgeschwindigkeit mit einem Durchmesser von 30 cm aus dem Rohr ihrem Ziel in bsp. 18 km Höhe entgegen. Natürlich verliert das Wasser auf dem langen Weg dorthin an Kraft. Aber da es sehr gebündelt aus dem Wasserkanonenrohr tritt, dürfte es in 18 km Höhe immer noch einen Druck von circa 150 bar haben – und sich in einen Wasserstrahl von circa 50 Metern Breite aufgefächert haben. Wird nun ein Kampfjet (oder gar eine Rakete) von dem starken Wasserstrahl getroffen, verliert das Flugzeug die Kontrolle, trudelt und stürzt ab.

Natürlich reicht ein solcher Sprutz nicht aus, um den ganzen CH-Luftraum abzudecken, daher schlage ich mindestens drei solcher gigantischer Kanonen vor: eine am Genfersee, einem am Bodensee und eine eben in der Zentralschweiz – sie nennt sich daher Zentralsprutz.

Klar, das Ganze dürfte teuer werden – aber Luftraumverteidigung war noch nie günstig. Ausserdem bräuchte es da nicht alle 20 Jahre neue Flieger, die Lebensdauer der Kanone wäre sehr viel länger, man müsste nur regelmässig die Schläuche und die Software austauschen. Klar, wären die Hoteliers in Brunnen zuerst nicht beglückt über die Anlage – aber sie wäre wohl bald ein Touristenmagnet für Touristen aus aller Welt. Ausserdem wäre sie umweltfreundlich (keine Munitionsverschwendung, kein Lärm), des weiteren könnte sie auch als mobile Beregnungsanlage für die Landschaft in der trockenen Jahreszeit herhalten, da sie im Bogenschuss mindestens in 50-60 km Entfernung noch Regen von Himmel fallen lassen kann.


Cygnopeia/Der Zentralsprutz

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1415

Ich habe dieses Bild extra für einen Wettbewerb geschaffen.

Ausgangspunkt für den Zentralsprutz ist die politische Diskussion, ob die Schweiz neue Kampfflugzeuge braucht, um den Schweizer Luftraum zu verteidigen oder nicht. An der Urne schoss die Schweizer Bevölkerung 2014 den Gripen ab, wie die nächste Abstimmung ausgeht, steht in den Sternen. Ich habe darüber nachgedacht und finde die ganze Diskussion unlogisch... oder anders: muss demnächst das Volk über die Beschaffung eines jeden Funkgerätes in der Armee abstimmen? Wir haben doch gerade die Politiker gewählt, damit diese dann die Personen wählen, die wiederum das Material beschaffen. Wenn es also zu Fehlern im Beschaffungswesen kommt oder schon gekommen ist - müssten wir dann nicht eher andere Politiker wählen anstatt uns in eine Materie einzumischen, die sowieso viel zu komplex für den Allgemeinbürger ist? Wie auch immer: ich finde die Situation grotesk, die Demokratie wird so ins Absurde geführt.

Daher meine absurde Reaktion, denn auf Absurde reagiere ich mit Absurdem: Warum neue Kampfflugzeuge kaufen, wenn wir eine gigantische Wasserkanone bauen könnten? Ich schlage daher vor, die prognostizierten Kosten von 8 Milliarden CHF (soviel sollen die 22 neuen Militärjets kosten), in die Erstellung dieser Wasserkanone zu stecken. Wir befinden uns hier am Vierwaldstättersee, am unteren Bildrand ist Brunnen zu erkennen. Oben, hinter den letzten Hügelausläufern, befindet sich Luzern.
Mit Hilfe einiger Firmen bzw Institutionen könnte also die Technik geschaffen werden, um diese gigantische Kanone, respektive die grossen Pumpen zu schaffen. Ich denke da an Burkhardt Compression, ABB, Oerlikon, Sulzer, die Ruag, die ETH oder auch die CKW. Das Wasser des Vierwaldstättersees würde angesaugt, turbiniert und via einer Art Wasserturbolader aufgeladen. Bis das Wasser unter einem Druck von circa 2500 bar stünde. Dringt nun ein gegnerischer Jet in den Schweizer Luftraum ein, wird er per Radar geortet und in Sekundenbruchteilen richtet sich die grosse Kanone (der Ringrand ist mit einem Schienenstrang ausgestattet) auf den Eindringling aus. Dann wird der Schieber geöffnet und das Wasser schiesst mit mehrfacher Überschallgeschwindigkeit mit einem Durchmesser von 30 cm aus dem Rohr ihrem Ziel in bsp. 18 km Höhe entgegen. Natürlich verliert das Wasser auf dem langen Weg dorthin an Kraft. Aber da es sehr gebündelt aus dem Wasserkanonenrohr tritt, dürfte es in 18 km Höhe immer noch einen Druck von circa 150 bar haben – und sich in einen Wasserstrahl von circa 50 Metern Breite aufgefächert haben. Wird nun ein Kampfjet (oder gar eine Rakete) von dem starken Wasserstrahl getroffen, verliert das Flugzeug die Kontrolle, trudelt und stürzt ab.

Natürlich reicht ein solcher Sprutz nicht aus, um den ganzen CH-Luftraum abzudecken, daher schlage ich mindestens drei solcher gigantischer Kanonen vor: eine am Genfersee, einem am Bodensee und eine eben in der Zentralschweiz – sie nennt sich daher Zentralsprutz.

Klar, das Ganze dürfte teuer werden – aber Luftraumverteidigung war noch nie günstig. Ausserdem bräuchte es da nicht alle 20 Jahre neue Flieger, die Lebensdauer der Kanone wäre sehr viel länger, man müsste nur regelmässig die Schläuche und die Software austauschen. Klar, wären die Hoteliers in Brunnen zuerst nicht beglückt über die Anlage – aber sie wäre wohl bald ein Touristenmagnet für Touristen aus aller Welt. Ausserdem wäre sie umweltfreundlich (keine Munitionsverschwendung, kein Lärm), des weiteren könnte sie auch als mobile Beregnungsanlage für die Landschaft in der trockenen Jahreszeit herhalten, da sie im Bogenschuss mindestens in 50-60 km Entfernung noch Regen von Himmel fallen lassen kann.


Cygnopeia Mountaintech/sich selbst verhüttender Berg/Trollstigen/Norwegen 2014

Acryl auf Leinwand, 100 x 120 cm, W. 1626

Ich nenne das Bild „sich selbst verhüttender Berg“. Die Idee: wie sähe es aus, wenn der Berg quasi ein Symbiose mit einer Eisenverhüttungsmaschine eingegangen wäre....dann würde er sein Eiseninneres schmelzen und es könnte abfliessen (via das Rohrsystem), oben raus käme dann der Rauch und so...


Cygnopeia/Timmelsjoch-Giesserei

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1283

Ein ziemlich eigenartiges Gemälde, zugegeben. Die Grundidee war die: im Alpenraum befinden sich viel Erze im Gebirge verborgen (unter anderem die Elemente Blei, Silber, Gold, Kupfer, etc. etc). Bis ins 19 Jh. wurden diese ausgebuddelt...und zum Teil gleich vor Ort verhüttet.

Mein Bild zeigt so eine futuristische Super-Grossgiesserei, die nun halt zufälligerweise am Timmelsjoch sich befinden könnte. Durch die riesigen Röhren fliesst heisses Erz. Oben an der Spitze tropft es dann in den Kelch und wird dann gekippt und fliesst in den Doppelschlauch, der wie ein halber Mensch ausschaut....naja, logisch ist das nicht...aber die Idee dazu muss sich jeder selbst zusammenreimen, meinen Hintergedanken dazu gebe ich allerdings nicht preis.


Cygnopeia/Bogenhotel bei Innertkirchen

Tusche und Aquarell auf Papier, 36 x 48 cm

Oberhalb von Innertkirchen (BE) gibt es ein Felsmassiv, das hat mich schon immer fasziniert...es ist so kompakt, aufstrebend, wie eine Burg sieht es von unten aus. In einem ersten Versuch habe ich nun so etwas wie einen Halbbogen darübergezogen.... man könnte sich eventuell ein Aussichtshotel in ein paar hundert Jahren vorstellen...


Cygnopeia/Das rote Energiezentrum am Oberbauenstock

Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm, W. 1379

Den Oberbauenstock habe ich quasi jeden Tag vor der Nase...und immer war ich der Meinung, dass in die Kuhle unter seinem Gipfel, einer abgelegenen Alp, am besten so etwas wie eine rote Kugel hineinpassen müsste. Wie ich auf die Idee komme? Keine Ahnung, irgendwie passt da einfach eine Kugel hinein...


Cygnopeia/Das tiefe Stanserloch

Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, W. 1652

Wir blicken vom Stanserhorn (oder etwas unterhalb) über eine Alpweide hinweg auf die Ebene bei Stans (Kanton Nidwalden). Stansstad am See ist vorhanden, ebenso Stans oder der Bürgenstock. Doch eigenartig: im Raume Ennetmoos befindet sich eine gigantische Grube. In ihr haust eine gefrässige Maschine, die das Wasser aus dem Vierwaldstättersee turbiniert und es nicht wieder hergibt. Sachen gibts, die gibts gar nicht.


Cygnopeia/Die Landsäge

Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm, W. 1470

Als Motiv wählte ich das Schwändital im Kanton Glarus. Die Idee dahinter ist kompliziert: man muss sich die Säge als eine äusserliche Macht darstellen, oder als plötzliches Dekret oder ähnliches, das die Menschen und ihre Welt (inklusive der Landschaft) spaltet oder entzweiteilt. Schon eine Sprachgrenze, bei der sich eine jede Region sträubt, die Sprache der anderen Region zu sprechen, kann diese Entzweiteilung auslösen. Dass es in der Schweiz vier verschiedene Sprachregionen gibt, ist noch nichts aussergewöhnliches - es gibt Länder auf der Welt, die viel mehr verschiedene Sprachen kennen. Aber erst die Toleranz unter den Sprachregionen, also der Wille, den anderen auch zu verstehen, macht die Schweiz aussergewöhnlich. Wir müssen also Sorge dazu tragen, dass das in der Zukunft auch so bleibt...sonst rollt eines Tages auch bei uns die Landsäge an...!